Rückrufe & Zulassungskarten

Rückrufe erfolgen aus verschiedenen Gründen, bedeuten aber im Wesentlichen, dass ein zurückgerufenes Produkt als nicht mehr sicher eingestuft wurde. Für Eltern und Betreuungspersonen ist es wichtig, sich über aktuelle Rückrufe zu informieren, um sicherzustellen, dass sie Produkte verwenden, die höchsten Sicherheitsstandards entsprechen. Dies gilt insbesondere für den Kauf von Gebrauchtwaren.

 

Wer ruft Babyprodukte zurück?

In den USA werden Babyprodukte über die Consumer Product Safety Commission (CPSC) zurückgerufen, Kindersitze über die CPSC und die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA). Aktuelle Informationen finden Sie auf den Webseiten der CPSC, der NHTSA und auf recalls.gov.

Warum kommt es zu Produktrückrufen?

Rückrufe erfolgen in der Regel, wenn die CPSC (US-amerikanische Kommission für Produktsicherheit) in Zusammenarbeit mit einem Hersteller feststellt, dass ein Produkt ein unerwartetes Sicherheitsrisiko darstellen könnte. Beispielsweise wird ein Fahrrad nicht zurückgerufen, weil ein Kind herunterfallen könnte (erwartet), wohl aber, weil die Bremsen versagen (unerwartet). Dies ist ein Beispiel für ein unerwartetes Risiko aufgrund eines Defekts. Weitere Probleme können unerwartet brechende Teile oder scharfe Kanten an unerwünscht Stellen sein. Unerwartete Risiken können auch durch Verstöße gegen Sicherheitsstandards, -regeln oder -gesetze entstehen. Beispiele hierfür sind fehlende Warnhinweise, zu hohe Bleikonzentrationen oder Kordelzüge an Kinderkleidung. Programme wie das Verifizierungsprogramm der Baby Safety Alliance tragen wesentlich dazu bei, solche Rückrufe von Babyartikeln zu verhindern, da sie sicherstellen, dass der Hersteller alle Regeln kennt und einhält. Fehler können passieren, doch Rückrufe dieser Art sind bei geprüften Produkten deutlich seltener. Manchmal werden Produkte jedoch aufgrund von Risiken zurückgerufen, die so unerwartet sind, dass sie völlig unvorhergesehen waren – selbst für diejenigen, die die Sicherheitsstandards festlegen. Dies kann geschehen, wenn Eltern die Anweisungen des Herstellers nicht befolgen oder das Produkt nicht bestimmungsgemäß verwenden. In solchen Fällen führen Hersteller unter Umständen „aus reiner Vorsicht“ einen Rückruf durch, obwohl sie alle Regeln eingehalten und ihre Produkte gründlich getestet haben. Dies erinnert uns alle daran, die Anweisungen des Herstellers sorgfältig zu befolgen, um unnötige Risiken zu vermeiden.

Was soll ich tun, wenn ein Produkt, das ich besitze, zurückgerufen wird?

Der Hersteller wird Ihnen Anweisungen geben, falls Ihr Produkt zurückgerufen wird. Möglicherweise benötigen Sie zusätzliche Ersatzteile oder erhalten ein komplett neues Produkt.

Es ist ganz einfach! Füllen Sie Ihre Karte aus!

Die beste Möglichkeit, sicherzustellen, dass die Gegenstände, die Sie besitzen, nicht zurückgerufen wurden, besteht darin, sie zu registrieren.


Warum sollten Sie Ihre Babyprodukte registrieren?

  • Durch die Produktregistrierung können Eltern einen direkten Kommunikationskanal zum Hersteller herstellen, falls ein Problem mit einem gekauften Produkt auftritt.
  • Im Falle einer Sicherheitswarnung oder eines Rückrufs im Zusammenhang mit diesem Produkt kann der Hersteller Sie direkt kontaktieren, um Ihnen weitere Informationen zum Umgang mit dem zurückgerufenen Produkt zukommen zu lassen.
  • Obwohl Rückrufe auf verschiedene Weise angekündigt und beworben werden, können Eltern öffentliche Bekanntmachungen verpassen. Produktregistrierungskarten sind eine einfache Möglichkeit, Eltern direkt und effizient zu informieren.

Für welche Babyprodukte gibt es Registrierungskarten?

Die CPSC führt eine Liste langlebiger Baby- und Kleinkindprodukte, die laut Gesetz alle eine frankierte Produktregistrierungskarte enthalten müssen. Unternehmen sind verpflichtet, die Namen, Adressen, E-Mail-Adressen und weitere Kontaktdaten der Verbraucher zu erfassen, die ihre Produkte registrieren.

Darüber hinaus sollten alle diese Produkte mit dauerhaft aufgedruckten Informationen versehen sein. Diese Informationen sollten den Namen und die Kontaktdaten des Herstellers, einschließlich Postanschrift und – falls vorhanden – einer gebührenfreien Telefonnummer, enthalten. Die Informationen müssen so angebracht sein, dass sie im Laufe der Produktlebensdauer nicht unleserlich werden und an einer Stelle platziert sind, die für Eltern gut sichtbar ist.

 

2 einfache Möglichkeiten zur Registrierung


Form with manufacturer's contact info. Fields for model name, number, date; return section.
  1. Die beiliegende Karte: Die Karten sind teilweise ausgefüllt und enthalten die Kontaktdaten des Herstellers. Eltern müssen ihre eigenen Daten eintragen, damit der Hersteller sie im Falle eines Rückrufs kontaktieren kann. Die abgefragten Informationen dienen dazu, die Kommunikation des Herstellers angesichts der Dringlichkeit eines Rückrufs so effizient wie möglich zu gestalten.
  2. Online-Karte: Besuchen Sie einfach die Website des Herstellers, füllen Sie das Online-Registrierungsformular aus und senden Sie es ab.


Sobald der Hersteller die Kontaktdaten erhält, ist er verpflichtet, diese sechs Jahre lang ab Herstellungsdatum in einer Datenbank zu speichern. Diese Datenbank dient dazu, alle Käufer eines bestimmten Produktmodells im Falle eines Rückrufs leicht erreichen zu können.

Werden meine Kontaktdaten verkauft?

Die von den Eltern bereitgestellten Informationen dürfen nicht nur nicht für Marketing- oder Verkaufszwecke verwendet werden, sondern sind auch für den Hersteller aus keinem anderen Grund als einer Sicherheitswarnung bezüglich des Produkts nutzbar.

Das Fazit!

Der Hauptzweck der Registrierungskarten besteht darin, Eltern und Erziehungsberechtigte bestmöglich über die Sicherheit der von ihnen gekauften Produkte zu informieren. Indem der Hersteller sicherstellt, dass sie informiert sind, trägt er dazu bei, dass das Kind, für das das Produkt gekauft wurde, vor produktbezogenen Gefahren geschützt ist. So werden Eltern die Sorge genommen, Rückrufaktionen zu verpassen, und Kinder sind weniger potenziell gefährlichen Produkten ausgesetzt. Letztendlich profitieren alle Beteiligten – Eltern wie Hersteller – von der Registrierungskarten-Methode.